Die guten Geschichten zum Jahresende

Veröffentlicht am 20. 12. 2017 von Dr. Vanessa Giese

Ende Oktober in Düsseldorf

Das Jahr 2017 war schnell, ereignisreich und voller guter Erfahrungen. Bei Ihnen auch? Oder sind Sie noch im Vorweihnachtsstress, diesem üblichen Wahnsinn voller Erledigungen, die alle noch vor dem Heiligen Abend gemacht werden müssen?

Seit heute ist das Tempo bei mir raus: Die letzten Rechnungen sind geschrieben, alles ist soweit abgearbeitet, sogar die Einkäufe für die Feiertage habe ich schon erledigt. Es ist an der Zeit, sich zurückzulehnen und durchzuatmen. 

Mein 2017: Ein erfolgreicher Start 

2017 war ein spannendes Jahr für mich: mein Start in die Selbstständigkeit. Mein Antrieb: Aus der Summe der Erfahrungen, die ich in den vergangenen 20 Jahren gesammelt habe, das Beste für meine Kunden bündeln. Meine Erfahrungen aus Digital- und Veränderungsprojekten, aus der Produktentwicklung und der strategischen Beratung, aus der Teamführung und aus Kommunikation und Redaktion heißen seither "Innovationsbegleitung". 

In 2017 habe ich sowohl mit Führungskräften als auch mit Teams gearbeitet. Ich habe beraten, unterstützt und begleitet. Ich habe geholfen, Unsicherheit auszuhalten und Entscheidungen zu treffen. Ich habe Mut gemacht, bestärkt und Kraft freigesetzt. Ich habe Impulse gegeben. Ich habe gebremst, wo es geboten war;  habe Druck rausgenommen und stattdessen Sog erzeugt.

Spannend wurde es immer dann, wenn Gefühle ins Spiel kamen: Überforderung, Verletzungen und Frust oder der Wunsch nach Anerkennung. Wer mit Menschen arbeitet, muss Menschen mögen. Das tue ich.   

Das habe ich in 2017 gelernt

Wer zuhört, erfährt mehr, als wenn er selbst redet. Das ist nicht überraschend, geht im Arbeitsalltag jedoch oft unter und ist es wert, sich immer wieder vor Augen zu führen. Wer vielen Menschen zuhört, erkennt außerdem schnell die Ursache für unterschiedliche Symptome, die ein Unternehmen bremsen, und kann handeln - gemäß dem Leitsatz "Wer das Problem kennt, hat die Lösung." 

Ich habe gelernt, dass WhatsApp und Kundenbeziehung gut zueinander passen: als Kommunikations- und sogar als Beratungskanal. Und dass die meisten Menschen, denen ich das erzähle, ungläublig staunen. 

Ich habe gelernt, dass Authentischsein in entscheidenden Momenten mehr wert ist als Beraterprofessionalität. 

Ich habe erneut erfahren: Zusammenarbeit ist mehr als ein Auftrag, ein Vertrag, das Erfüllen von vereinbarten Pflichten. Zusammenarbeit beruht auf Sympathie, Augenhöhe und gemeinsamen Zielen. Das haben mir meine tollen Kunden 2017 bestätigt - mit spannenden Projekten und einem ebenso professionellen wie freundschaftlichen Miteinander. Diese Art, respektvoll und gemeinschaftlich an einer Sache zu arbeiten, möchte ich 2018 fortführen. 

Ich habe wieder vor Augen geführt bekommen und es hat sich in unterschiedlichen Projekten gezeigt: dass Menschen sich durchaus verändern möchten; sie möchten nur nicht verändert werden.

Ich habe mich viel weitergebildet, stetig und in kleinen Stücken: auf Barcamps in Leipzig, Essen, Bonn und Dangast, bei Unternehmensbesuchen, mit Lektüre und in Gesprächen. Es ist wunderbar, das einfach tun zu können. 

Termine und Pläne 2018

Für 2018 stehen bereits einige Termine in meinem Kalender - insbesondere Seminartermine, die die Veranstalter langfristig planen. So werde ich unter anderem etwas zu Produktentwicklung und Storytelling erzählen und Gründer und Gründerinnen im Lokaljournalismus unterstützen. Geplant sind auch die Themen "Das Unternehmen attraktiv für Fachkräfte machen" und "Sich selbst entlasten durch zielgerichtete Führung". Mehr dazu beizeiten. Schauen Sie öfter mal vorbei - die Liste wird laufend ergänzt. 

Ich werde meine Fähigkeiten vertiefen und ausbauen. Ich plane bereits meine Weiterbildung für 2018 - als Reflexion meiner Arbeit aus 2017 (besser werden kann man schließlich immer) und dank einer guten Beratung von José Flume

Überdies gibt es Ideen, wie Sie mehr von mir hören und lesen und wie wir gemeinsam Ideen austauschen können. Details kann ich noch nicht verraten. Bleiben Sie dran. 

Lesetipps für "zwischen den Tagen":

Nun noch einige Lesetipps für die geruhsamen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, wo man gemütlich und bei Kerzenschein in Lehnsesseln sitzt, während das Kaminfeuer prasselt und die Kinder mit geröteten Wangen mit den Weihnachtsgeschenken spielen. Also kleine Häppchen für kurze Momente des Friedens:

Nur wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen
Marcus Raiter über Ikigai, das japanische Konzept "für das, wofür es sich zu leben lohnt". Was erfüllt mich? Worin bin ich gut? Was braucht die Welt von mir? Wofür möchten Menschen mich bezahlen? Fragen, die ich mir zu Beginn meiner Selbstständigkeit auch gestellt habe, ohne zu wissen, dass es „Ikigai“ heißt, was ich tue. Aus Erfahrung kann ich sagen: Es sind gute Fragen.

Alles schon mal da gewesen
Historiker Andreas Rödder im Interview zu digitaler Transformation, Beschleunigung, Überforderung - mit einer Einordnung im geschichtlichen Kontext: "Mit der Eisenbahn löste sich Fortbewegung von menschlicher und tierischer Muskelkraft – das war eine enorme, neue Erfahrung. Einen der größten Beschleunigungsschübe brachte die Elektrifizierung." Ein Rückblick, die erdet und beruhigt.

10 Scheinargumente, die jeder erkennen sollte
Sie sind in einer Diskussion, ein Argument gibt das andere und plötzlich wird die Atmosphäre hitzig. Das liegt oft an Scheinargumenten, feste Meinungen, die den Austausch in die Irre führen. Woran Sie sie erkennen und wie Sie ihnen begegnen. 

Maker vs. Manager: How your schedule can make or break you
"How we spend our days is, of course, how we spend our lives", schreibt die Autorin Annie Dillard. Oft lesen wir über erfolgreiche Menschen und wie sie sich ihren Tag aufteilen: aufstehen um 4 Uhr, Laufen und 5 und um 8 an den Schreibtisch. Doch wer das nachahmt, wird nicht automatisch ein erfolgreicher Manager. Der Kalender muss vielmehr zum Menschen und zu seiner Arbeit passen.

Deliverance from 27,000 feet
Wer es aus redaktionell-beruflichen Gesichtspunkten lesen möchte: exzellentes Longread der New York Times mit einem ebenso intelligenten wie behutsamen Einsatz von Bewegtbild. Wer es zurückgelehnt auf dem Sofa liest: unwirkliche Geschichte über die Rückkehr zweier indischer Bergsteiger, die 2016 am Mount Everest verstarben. 

Ist doch wahr
Ebenfalls eine journalistische Geschichte, erschienen bereits 2013. Die Autorin Maris Hubschmid war mit dem Text für den Theodor-Wolff-Preis nominiert. Für mich immer noch eines der besten Erzählstücke. Es geht um Menschen, die chronisch lügen. Text unbedingt bis zum Ende lesen. 

A Brief History of Blue
Blau ist die beliebteste Farbe, bei Frauen wie bei Männern. Der Beitrag erzählt die Geschichte der Farbe Blau, beginnend vor 6000 Jahren im alten Ägypten. Es ist eine Geschichte der Innovation, des globalen Handels und der neuesten Erfindung fürs Hausdach.

Nur das Beste für Sie in 2018!

Ich wünsche Ihnen fröhliche und geruhsame Feiertage - oder wahlweise ein schönes Weihnachten -, eine gute Zeit und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! Wir sehen uns in 2018. Ich freue mich auf Sie.

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