23. September 2026, 17 - 19 Uhr
Remote

Mittelalter mit Filter, Geschichte mit Agenda: Wie wir Vergangenheit inszenieren – von Stummfilm bis TikTok

Dieses Angebot ist Teil eines Praktikumsprojekts. Der Referent Paul-Robert Heitmann absolviert derzeit ein Praktikum in meiner Organisationsberatung. Ziel des Projekts: eine ansprechende Online-Veranstaltung organisieren - interaktiv und Augen öffnend, zu einem interessanten Thema. 

Das Phänomen:
Geschichte begegnet uns überall im Alltag: als Denkmal, Museum oder Gedenkstätte, aber auch in Filmen, im Fernsehen, in Büchern, Spielen, im Internet, in Musik oder Straßennamen und Sprichwörtern. In unserem Alltag nehmen wir das alles meist nur unbewusst wahr. Dabei formt es unser Bild von Vergangenheit und Zukunft – und damit unser Denken – unmittelbar. Geschichtswissenschaft bezeichnet diese Phänomene als „ Geschichtskultur“ oder „Public History“.

Das Webinar:

In dem Webinar bekommt Ihr Beispiele von Public History und Geschichtskultur -  also öffentlich sichtbarer und erfahrbarer Geschichte im Alltag. Ihr erfahrt, warum und wie tieferliegende Interessen Geschichtsbilder formen. Besonders schauen wir darauf, wie sich die Bilder zwischen 1930 bis 2026 immer wieder gewandelt haben.

Nach dem Webinar:

  • kannst Du auf der nächsten Party erzählen, dass Robin Hood nicht gleich Robin Hood und König Artus nicht gleich König Artus ist
  • nimmst Du aufmerksamer wahr, wie Videospiele versuchen, das Mittelalter abzubilden und erlebbar zu machen
  • wirst Du sehen können, inwieweit hinter jedem Geschichtsbild ein Grund für diese Darstellung liegt
  • gehst Du aufmerksamer durch die Welt, weil du überall Public History entdeckst
  • erkennst Du, dass es viele Bilder von Geschichte gleichzeitig gibt

Referent:
Paul-Robert Heitmann studiert Geschichte und Soziologie an der Universität Münster. Seine Bachelorarbeit hat er zum Thema der Islamdarstellung in Videospielen zu den Kreuzzügen geschrieben. Zurzeit absolviert er ein Praktikum bei Vanessa Giese, bevor er im Herbst seinen Master in Geschichte beginnt - Schwerpunkt Mittelalterlicher Geschichte und Geschichtskultur. Public History interessiert ihn, weil Geschichte nicht nur in Schulen und Universitäten oder Forschungseinrichtungen erforscht wird. Jeder Mensch agiert jeden Tag mit Geschichte, wird durch ihre Darstellungen beeinflusst und trägt mit einem eigenen Teil dazu bei. Geschichtskultur bedeutet auch zu verstehen, warum und wie Geschichte dargestellt und auch instrumentalisiert werden kann. Ebenso ist auch der Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart, sowie die darin behandelten Themen, im Rahmen von Geschichtsdarstellungen zutiefst interessant.

unbegrenzte Teilnehmerzahl
Kosten:
kostenlos

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